
RAWTherapee ist ein freies Programm um Fotos zu entwickeln. Wie der Name schon verrät, geht es um die RAW-Bilder deiner Kamera - also die "rohen" Sensor-Daten deiner Kamera. Das ist wie die Entwicklung von einem Analog-Film in der Dunkelkammer, nur eben am Computer.
Hinweis:
Wenn du Fotos bearbeiten, schneiden und mit Effekten versehen willst,
solltest du dir andere Programme wie GIMP oder Krita
ansehen.
Was diese RAW-Bilder von JPG-Bildern unterscheidet?
Die Rohdaten deiner Kamera können beispielsweise über 1000 unterschiedliche
Abstufungen von Farben erfassen - ein JPG-Bild kann aber nur 255 Abstufungen
speichern. Wenn du in greller Sonne fotografierst, ist da manchmal der Himmel
zu Hell oder die Landschaft zu dunkel. Bei einem RAW-Bild kannst du
nachträglich die Belichtung deines Bildes verändern, sodass du beides gut
erkennen kannst. Auch orange Party-Fotos kannst du damit nachträglich viel
natürlicher aussehen lassen.
Mit RAWTherapee du fast alles an deinen Bildern verändern: die Belichtung, Farben (verschiedene Farbräume), Objektiv-Verzerrung, Kontrast und Schärfe sind dabei nur die üblichen Optionen. Du kannst mit Helligkeits-Verläufen und Vignetten arbeiten, das Bild von Farb- und Helligkeitsrauschen befreien, oder nachschärfen. Sogar Rauch oder Nebel lassen sich zum Teil entfernen.
Natürlich kann RAWTherapee deine Bilder auch verwalten, filtern und Ordnen. Dazu bewertest du sie mit Sternen, gibst ihnen Farbcodes und speicherst deine Bearbeitungs-Profile, um sie auf andere Bilder zu übertragen.
Am Ende speicherst du die Bilder entweder einzeln oder lässt sie in einem ganzen Stapel "entwickeln" (Batch-Processing).
Hinweis:
Du willst die Farben wie bei einem analogen Film aussehen lassen? Klar!
Dafür gibt es über zusätzliche Profile zum herunterladen viele Vorlagen, die
verschiedenen analogen Filmen nachempfunden sind. Diese kannst du auf ein Bild
und hast sofort das Aussehen eines beliebigen Films. Mit dieser Technik kannst
du sogar eigene Farbeinstellungen erstellen. Diese Filter kannst du übrigens
auch in GIMP oder Krita mit dem PlugIn "GMIC" nutzen.
Wie das alles funktioniert, steht im Handbuch unter "Film Simulation".
Offizielle Hilfe "RawPedia" (Mehrsprachig)
Film Simulation (analoge Filme; Sprache: EN)
Video-Tutorials: