
Mit Lumi kannst du das machen!
Also… mit H5P kannst du das machen!
Äh, Moment, ich erklär's…
H5P ist ein freies Format, um interaktive Inhalte zu erstellen. Die Basis bietet heutzutage allgegenwärtige Web-Technologie: HTML5, CSS und die Programmiersprache Javascript (also ziemlich erprobte Zutaten, die überall im Internet täglich verwendet werden). Damit kannst du alles digitale auch noch interaktiv machen (und nein, dazu musst du nicht programmieren!):
H5P organisiert das als einen Baukasten:
du wählst verschiedene Inhaltselemente aus und verschachtelst sie ineinander.
Dort trägst du dann deine Inhalte ein.
So besteht etwa eine Seite deines interaktiven Buches aus einer Überschrift, einem Text, einem eingebetteten Video und abschließend aus einem Multiple-Choice Fragebogen.
Die Texte, Fragen, richtigen und falschen Antworten, Bilder etc. wählst du selbst aus, um alles andere kümmert sich H5P.
Aber nun kommt der Knackpunkt:
Wo findest du diesen Baukasten?
H5P stellt diesen über die Webseite zur Verfügung, auf der Inhalte erstellt werden können. Die Inhalte kannst du dann in anderen Webseiten, LMS (Lernmanagement-Systemen) wie moodle oder Blogsystemen wie Wordpress einbetten. Oder du nutzt in diesen Systemen eines der vielen Erweiterungen, und erstellst damit deine Inhalte. Dafür betreibst du einfach selbst einen eigenen Serv… ohje - du siehst, wo das Problem ist!?
Darf ich dir Lumi vorstellen?
Lumi ist ein eigenständiges Programm, dass dir diesen Baukasten für H5P einfach auf deinem Gerät zur Verfügung stellt (egal auf welchem Betriebssystem). Mit Lumi kannst du Inhalte nicht nur erstellen, sondern auch bestehende H5P-Dateien öffnen und verändern. Du kannst dir sogar die Lösungen deiner Schüler*innen oder Studis zuschicken lassen, um deren Lernfortschritt und Lösungen auszuwerten.
Aus den vielen H5P-Modulen wählst du nach und nach diejenigen aus, die du verwenden möchtest.
Danach trägst du deine Inhalte in die Module ein, also Texte, Bilder und so weiter.
Je nach Modul legst du dabei zusätzlich das Verhalten von Elementen, z. B. die korrekten Zuordnungen und Lösungen fest.
Hast du alles zusammengeschnürt, kannst du das H5P-Modul als ein Paket speichern, dass du auch in anderen Systemen einbetten und verwenden kannst. Alternativ lässt sich dein Material auch als Webseite (HTML) speichern. In diesem Fall bekommst du eine einzige HTML-Seite, die alle deine Inhalte enthält (problematisch sind dabei aber etwa sehr große Videos). Diese Webseiten lassen sich in jedem Browser, wie etwa Firefox, öffnen und nutzen. Das ist das Gute an offenen Standards!
Und wo wir schon dabei sind:
lizenziere deine Inhalte doch gleich unter einer Creative-Commons-Lizenz und mache sie damit als Open Educational Resources (OER) für andere nutzbar.
Das Leben ist schließlich netter, wenn nicht alle das Rad neu erfinden müssen! ;)
Los jetzt, lass' ihnen das deine Lehre sein!